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Ziel der herzszintigraphischen Untersuchung ist es, die Herzmuskeldurchblutung unter Ruhebedingungen und unter Belastung zu erfassen. So wird die Durchblutungskapazität der Herzkranzarterien für den Herzmuskel bestimmt. Kombiniert mit Ergometrie (Belastungs-EKG) oder einem pharmakologischen (medikamentösen) Streßtest, ist eine Myokardszintigraphie der empfindlichste nicht-invasive Test zur Feststellung und Lokalisation von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels (Ischämien).
Eine Myokardszintigaphie ist sinnvoll zur Risikobeurteilung von Patienten mit vermuteter oder bekannter koronarer Herzerkrankung. EKG, Belastungs-EKG, Echokardiographie, Stress-Echokardiographie liefern nicht immer genug Informationen, um eine sichere Diagnose stellen zu können oder um eine koronare Herzerkrankung mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit auszuschließen.
Zur Entscheidung der Frage, ob eine Herzkatheteruntersuchung notwendig ist und eine hochgradige koronare Herzkrankheit zu erwarten ist, liefert sie wesentliche Informationen.
Ebenfalls geeignet ist diese Methode zur Vorbereitung einer Bypass-Operation oder PTCA mit bereits bekannten Verengungen der Herzkranzarterien oder zur Lokalisation der "kritischsten Verengung" bei einer Mehrgefäßerkrankung, sowie zur Therapiekontrolle nach erfolgter Operation oder Behandlung.
In der Beurteilung der myokardialen Vitalität (Lebensfähigkeit von Herzmuskelgewebe) nach einem Infarkt spielt sie eine wesentliche Rolle.
Bitte kommen Sie nüchtern zur Untersuchung (insbesondere kein Kaffee, schwarzer Tee, Cola oder Schokolade). Ihre Herzmedikamente dürfen Sie am Tag der Untersuchung nicht eingenommen haben. Ihre Medikamente sollten Sie aber auf jeden Fall mitbringen, damit sie diese nach Abschluss der Untersuchung sofort wieder einnehmen können.
Falls Sie unerwartet zu der Untersuchung verhindert sind teilen Sie uns dies bitte umgehend mit. Die zur Untersuchung verwendete Substanz ist sehr kostenintensiv und kann wegen der kurzen Haltbarkeit nicht aufbewahrt werden.
Vor Beginn der Untersuchung wird Ihnen ein venöser Zugang gelegt.
Je nach Untersuchungsprotokoll kann mit Belastung oder Ruhe begonnen werden.
Sowohl in Ruhe als auch am Höhepunkt der Belastung bzw. Ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit wird Ihnen eine radioaktive Substanz injiziert, die sich im Herzmuskel anreichert.
Nach den Injektionen werden ca. 45 Minuten später die Aufnahmen in Rückenlage unter der Gamma-Kamera gemacht. Diese Aufnahmen dauern ca. 15 Minuten.
Nebenwirkungen durch körperliche Belastung: Wie bei jeder Belastungsuntersuchung des Herzens können in sehr seltenen Fällen Rhythmusstörungen oder Ischämien auftreten.
Sie sollten mit einer Untersuchungsdauer von ca. 4-5 Stunden rechnen.
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